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BMAX B1 Plus Testbericht: Der 116 € teure Mini-PC, der beim Installieren von Linux fliegt? 🐧💻

Der BMAX B1 Plus ist ein Einsteiger-Mini-PC, etwa so groß wie ein Videospiel-Controller, der für einfache Aufgaben konzipiert ist. Mit Windows 11 ist er zwar ausreichend, aber in seinen Funktionen eingeschränkt. Die Installation einer schlanken Linux-Distribution verwandelt dieselbe Hardware in einen spürbar schnelleren Rechner, da dadurch RAM und CPU-Leistung freigegeben werden, die Windows im Hintergrund beansprucht.

Vorteile:

  • 💰 Sehr niedriger Einstiegspreis (ab 116-145 €)

  • 🔧 Zwei M.2-2280-Steckplätze (1x SATA + 1x NVMe) in Revision J3355, bis zu 2 TB pro Steckplatz ohne Eingriff in den ursprünglichen eMMC-Speicher.

  • 🌐 Dualband-WLAN + Gigabit-Ethernet, erstaunlich für seine Reichweite

  • 🐧 Offizielle und bestätigte Kompatibilität mit Linux/Ubuntu

Gegensätze:

  • ⚠️ Nur 6 GB fest verlöteter Arbeitsspeicher (nicht erweiterbar), ein echter Flaschenhals unter Windows 11

  • 🐌 Der Basisspeicher ist eMMC (langsamer als eine echte SSD), nicht NVMe.

  • 🐢 Sehr einfacher Celeron/J3355-Prozessor, nicht geeignet für anspruchsvolle Aufgaben

  • ⚙️ Der NVMe-Steckplatz arbeitet nur mit PCIe 2.0, daher erreicht eine moderne SSD nicht ihre maximale Geschwindigkeit.

Kurz gesagt: Mit vorinstalliertem Windows 11 ist es ein funktionstüchtiges Gerät, dessen Leistung jedoch durch den Arbeitsspeicher und den langsamen eMMC-Speicher eingeschränkt wird. Mit einer schlanken Linux-Distribution (Lubuntu, Linux Lite oder Mint XFCE), die in einem der M.2-Steckplätze installiert ist, läuft dieselbe Hardware bei grundlegenden Aufgaben deutlich besser, bootet schneller und ohne Speicherengpässe. Es ist die ideale Wahl, wenn Sie einen extrem günstigen HTPC, Heimserver oder Büro-PC suchen und bereit sind, 10 Minuten für die Linux-Konfiguration einzuplanen.


📦 Auspacken und Inhalt der Box

Auspacken und Lieferumfang des BMAX B1 Plus

Die Verpackung des BMAX B1 Plus ist minimalistisch, dem Preis entsprechend. Im Inneren finden Sie:

  • Der B1 Plus Mini-PC

  • Kompaktes Netzteil (12V/2A)

  • HDMI-Kabel 1,5 m

  • VESA-Halterung mit Schrauben zur rückseitigen Monitormontage

  • Mehrsprachiges Basishandbuch


🛠️ Tabelle der technischen Spezifikationen

Technische Daten des BMAX B1 Plus

Komponente Spezifikation
CPU Intel Celeron J3355 (2 Kerne/2 Threads, bis zu 2,5 GHz), 14 nm
GPU Intel HD Graphics 500 (unterstützt 4K@60Hz)
RAM 6 GB LPDDR3 fest verlötet (nicht erweiterbar)
Basisspeicher 128 GB eMMC-Speicher, fest auf dem Motherboard verlötet (Windows ist vorinstalliert und wird nicht ausgetauscht).
Erweiterung Dual-Slot M.2 2280: 1x SATA (AHCI) + 1x NVMe (PCIe 2.0), jeweils bis zu 2 TB
WLAN/Bluetooth Dualband-WLAN 2,4/5 GHz (802.11ac) + Bluetooth 5.0
kabelgebundenes Netzwerk RJ45 Gigabit (1000 Mbit/s)
Häfen 2 × USB 3.0, 2 × USB 2.0, 2 × HDMI 1.4b, 1 × 3,5-mm-Audioanschluss, 1 × DC-Anschluss
ALSO Windows 11 Home vorinstalliert, kompatibel mit Linux/Ubuntu
Abmessungen 108 × 105 × 36 mm
Gewicht 223 Gramm

📌 Hinweis zu den Revisionen: Es gibt eine ältere Variante mit Celeron N3350, 6 GB LPDDR4-Speicher und 64 GB eMMC-Speicher, die nur über einen M.2-SATA-Steckplatz (kein NVMe) verfügt. Die neuere Revision J3355/128 GB, die wir in diesem Testbericht untersucht haben, besitzt hingegen zwei M.2-Steckplätze, wie im offiziellen Handbuch, vom Hersteller BMAX und von großen Händlern bestätigt wird. Achten Sie beim Kauf eines gebrauchten oder importierten Geräts unbedingt darauf, welche Revision Sie erhalten.


🎨 Design- und Bauqualität

Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff mit matter Oberfläche, ist mit 223 g sehr leicht und verfügt über passive Belüftungsöffnungen an Ober- und Unterseite. Ein flacher Lüfter sorgt für minimale Geräuschentwicklung im Normalbetrieb. Es wirkt zwar wie ein Budgetprodukt und bietet nicht die Stabilität von hochwertigem Aluminium, funktioniert aber einwandfrei und knarzt oder wackelt nicht.

Dank seiner geringen Größe und der mitgelieferten VESA-Halterung eignet es sich perfekt zum Verstecken hinter einem Monitor oder Fernseher und ist ideal für Digital Signage oder als diskretes Multimedia-Center im Wohnzimmer.


🖥️ Bildschirm und Multimedia

Der B1 Plus verfügt zwar über keinen eigenen Bildschirm, zeichnet sich aber durch die Unterstützung von zwei HDMI 1.4ba 4K@60Hz-Ausgängen aus , sodass Sie zwei Monitore gleichzeitig anschließen können. Die Intel HD Graphics 500 dekodiert H.264/H.265-Videos hardwareseitig, wodurch die Wiedergabe von 4K-Filmen auf Kodi, Plex oder Netflix (mit kompatiblen Apps) flüssig und ruckelfrei ist, wie unabhängige Tests mit Kdenlive und YouTube bestätigen.

Es verfügt über keine eingebauten Lautsprecher, daher benötigen Sie einen Monitor/Fernseher mit eigenem Audioausgang oder schließen Sie ein Soundsystem über die 3,5-mm-Klinkenbuchse an.


🎮 Leistung und Software: Windows vs. Linux

Hier ist der Kernpunkt dieses Tests. Mit dem vorinstallierten Windows 11 leidet der Computer unter einem doppelten Flaschenhals: Zum einen sind die 6 GB RAM sehr begrenzt (das System kann allein im Leerlauf 2,5–3 GB belegen), zum anderen handelt es sich beim internen Speicher um einen eMMC-Chip, der deutlich langsamer ist als eine echte SATA- oder NVMe-SSD, was sich insbesondere bei der Installation von Windows-Updates oder beim gleichzeitigen Öffnen mehrerer Anwendungen bemerkbar macht.

🐧 Warum die Installation von Linux die Leistung so stark verbessert

Durch den Wechsel zu einer schlanken Linux-Distribution sinkt die RAM-Auslastung im Leerlauf auf 400–800 MB, wodurch ganze 4–5 GB für Ihre Anwendungen frei werden. Der Linux-Kernel arbeitet zudem effizienter bei der Ein-/Ausgabe, und wenn Sie das System in einem der beiden M.2-Steckplätze anstatt im eMMC-Speicher installieren, ist der Leistungsunterschied sogar noch deutlicher.

Community-Tests bestätigen diese Verbesserung:

  • Ein Rezensent von ExplainingComputers installierte Linux Mint ohne jegliche Treiberprobleme; sogar das WLAN wurde automatisch konfiguriert.

  • Ein anderer Kanal testete speziell Linux Lite, um zu sehen, ob der Computer damit besser abschnitt als mit dem Standard-Ubuntu.

  • Der Hersteller selbst bestätigt die offizielle Kompatibilität mit Ubuntu in den aktuellsten technischen Spezifikationen.

💡 Die beste Strategie: SATA oder NVMe – welche ist die richtige Wahl für Linux?

Dank des doppelten Speichersteckplatzes haben Sie zwei Möglichkeiten, Ihre Linux-Distribution zu installieren, ohne Windows auf dem eMMC-Speicher zu beeinträchtigen:

  • SSD M.2 SATA: günstigere Option, mehr als ausreichend Leistung für eine schlanke Distribution wie Lubuntu.

  • M.2 NVMe SSD: Theoretisch schneller, aber der J3355 unterstützt nur PCIe 2.0, daher erreicht eine moderne NVMe-SSD deutlich weniger Geschwindigkeit als angegeben. Für diesen Chip reicht eine gute SATA-SSD für eine ressourcenschonende Distribution vollkommen aus, daher lohnt sich der Aufpreis für eine High-End-NVMe-SSD nicht.

🏆 Die besten Linux-Distributionen für den BMAX B1 Plus

Distro Warum sollte man sich dafür entscheiden? RAM-Auslastung im Leerlauf
Lubuntu Ultraleichte LXQt-Umgebung, ideal für 6 GB RAM. ca. 400–500 MB
Linux Lite Benutzerfreundliche, Windows-ähnliche Oberfläche, gute Hardwareunterstützung ca. 500–600 MB
Linux Mint XFCE Sehr stabil, automatische WLAN-Treiber bestätigt ca. 600–700 MB
Zorin OS Lite Elegante Benutzeroberfläche, eine gute Wahl für Windows-Nutzer. ca. 500–600 MB

🔧 Kurzanleitung zur Installation von Linux auf dem BMAX B1 Plus

  1. Kaufen Sie eine M.2 2280 SATA- oder NVMe-SSD (je nach Budget, beachten Sie die PCIe 2.0-Beschränkung) und montieren Sie diese im entsprechenden Steckplatz, indem Sie die untere Abdeckung des Gehäuses öffnen.

  2. Laden Sie die ISO-Datei Ihrer gewählten Distribution herunter und erstellen Sie einen bootfähigen USB-Stick (Ventoy wird empfohlen, da einige ältere BMAX-Sticks mit 32-Bit-Boot-Funktion spezielle Anpassungen erfordern).

  3. Starten Sie den Mini-PC neu und drücken Sie F11 (oder Esc in einigen Versionen), um auf das Schnellstartmenü zuzugreifen.

  4. Wählen Sie den USB-Stick im UEFI-Modus aus und wählen Sie die Distribution „Ausprobieren oder installieren“. Wählen Sie dabei die neue SSD als Installationsziel aus (damit Windows auf dem eMMC erhalten bleibt).

  5. Deaktivieren Sie Secure Boot im BIOS, falls das Installationsprogramm nicht ordnungsgemäß startet.

  6. Überprüfen Sie nach der Installation die WLAN-Funktion; in den meisten Fällen wird sie automatisch erkannt, bei Modellen mit dem Realtek RTL8812BU-Chip kann jedoch ein zusätzlicher Treiber erforderlich sein, der von der Community bereits dokumentiert wurde.

Durch diese Änderung laufen Aufgaben wie das Surfen im Internet, das Ansehen von 4K-Videos oder die Nutzung als Home Assistant/Pi-hole-Server spürbar flüssiger und der Systemstart erfolgt wesentlich schneller als mit dem ursprünglichen eMMC unter Windows.


🔌 Energieverbrauch und Kabel

Der BMAX B1 Plus ist extrem effizient: Seine Gesamt-TDP liegt dank des 14-nm-Fertigungsprozesses des Celeron J3355 bei etwa 6-10 W und damit deutlich unter der eines herkömmlichen Desktop-PCs.

Der mitgelieferte Adapter ist ein kompaktes 12V/2A-Ladegerät und benötigt keine zusätzliche eigene Belüftung.

Ideal für den Dauerbetrieb als Heimserver ohne spürbare Auswirkungen auf die Stromrechnung; verfügt über Auto Power-On und Wake-on-LAN für die Fernverwaltung.


🌡️ Temperatur und Geräusch (Tatsächliche thermische Werte)

Temperatur, Kühlung und Energieverbrauch des BMAX B1 Plus Mini-PCs

Der B1 Plus verfügt über einen kleinen, flachen „intelligenten Lüfter“, ist also nicht völlig passiv, aber die Geräuschentwicklung im normalen Betrieb ist praktisch nicht wahrnehmbar.

Bei geringer Last (Browsing, Office-Anwendungen) bleiben die Temperaturen moderat; bei anhaltender Last (Videotranskodierung, Kompilierungen) kann der Celeron J3355 die Leistung drosseln, um innerhalb seiner reduzierten TDP zu bleiben, was bei einem Chip dieser Leistungsklasse normal und zu erwarten ist.


🔗 Konnektivität und Extras

Anschlüsse und Ports

  • 🔵 2× USB 3.0

  • ⚪ 2× USB 2.0

  • 🖥️ 2× HDMI 1.4b (4K@60Hz)

  • 🎧 1× Kombinierte 3,5-mm-Audiobuchse

  • 🌐 1× RJ45 Gigabit Ethernet

  • 📡 Dualband-WLAN (2,4/5 GHz) + Bluetooth 5.0

  • 📺 Integrierte VESA-Halterung

  • 🔁 Systemwiederherstellung mit einem Klick (F9), Automatisches Einschalten, Wake-on-LAN

Es verfügt weder über einen Fingerabdruckleser noch über NFC oder ein 5G-Modul, was angesichts seines Fokus auf Einsteigergeräte logisch ist.


🧩 Erweiterung und Modernisierung

Die in diesem Testbericht dokumentierte Revision J3355/128GB umfasst Folgendes:

  • Basisspeicher: 128 GB eMMC, fest auf dem Motherboard verlötet, Windows vorinstalliert. Er ist nicht entfernbar oder austauschbar.

  • Steckplatz 1 (M.2 2280 SATA): werkseitig entsperrt, bis zu 2 TB Erweiterungsspeicher.

  • Steckplatz 2 (M.2 2280 NVMe, PCIe 2.0): ebenfalls werkseitig entsperrt, bis zu 2 TB, allerdings in der Geschwindigkeit durch den PCIe 2.0-Bus des Chips begrenzt.

  • Arbeitsspeicher: Der 6 GB große LPDDR3-Speicher ist fest auf dem Motherboard verlötet und kann unter keinen Umständen erweitert werden .

Sie können beide Steckplätze gleichzeitig nutzen: zum Beispiel Windows auf dem eMMC-Steckplatz, Linux auf dem SATA-Steckplatz und eine dritte NVMe-Festplatte zum Speichern Ihrer Medienbibliothek oder von Sicherungskopien, ohne dabei bestehende Installationen zu beeinträchtigen.

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Sofern Ihr Budget es zulässt, bietet ein Modell mit Intel N100 (Beelink Mini S12 Pro oder GMKtec G3 Plus) einen Generationssprung in puncto Effizienz und vor allem NVMe mit echter PCIe 3.0-Geschwindigkeit, was der B1 Plus aufgrund der Beschränkungen seines Chipsatzes nicht bieten kann.


⭐ Rezensionen auf bekannten Seiten

Im Fachhandel und auf Online-Portalen erhält das BMAX B1 Plus für seine Preisklasse durchweg gute Bewertungen: Ein aktueller Test vergibt 4,5 von 5 Sternen basierend auf 165 Rezensionen. Referenzseiten wie ExplainingComputers bestätigen in Praxistests, dass Linux Mint reibungslos und ohne Treiberprobleme läuft, inklusive automatischer WLAN-Erkennung.

Auf Reddit weist die r/BMAX-Community darauf hin, dass es in der Vergangenheit bei einigen Linux-Distributionen Audioprobleme gab. Nutzer berichten jedoch, dass diese Probleme bei neueren Modellen größtenteils behoben sind. Es gibt auch spezielle Anleitungen der Community für die Ausführung von Linux auf älteren Revisionen mit 32-Bit-Boot-System – etwas, das man beim Kauf einer gebrauchten Festplatte beachten sollte. Wichtig ist anzumerken, dass einige Nutzer der älteren N3350-Revision berichteten, dass ihre Festplatte eine NVMe-SSD nicht erkannte, da diese Variante nur über einen SATA-Anschluss verfügte.


🔬 Technische Tests

  • Der eMMC-Basisspeicher ist bei zufälligen Lese-/Schreibvorgängen merklich langsamer als eine SATA- oder NVMe-SSD, was dazu führt, dass Windows-Update-Installationen und Programmstarts langsamer sind als für die CPU-Spezifikationen zu erwarten wäre.

  • Der NVMe-Steckplatz arbeitet mit PCIe 2.0, daher erreicht eine moderne SSD eine Geschwindigkeit, die weit unter ihrer beworbenen Maximalgeschwindigkeit liegt; dennoch ist sie merklich schneller als der standardmäßige eMMC-Speicher.

  • Bei Wiedergabe- und einfachen Bearbeitungstests mit Kdenlive kommt der Celeron J3355 mit 1080p-Videos korrekt zurecht, zeigt aber bei der Bearbeitung von 4K seine Grenzen (nicht bei der Wiedergabe, die er nativ unterstützt).

  • Mit einer in einem der M.2-Steckplätze installierten, leichtgewichtigen Linux-Distribution ist die Bootzeit im Vergleich zum ursprünglichen eMMC mit Windows 11, bei dem der vollständige Start 25 bis 35 Sekunden dauern kann, merklich verbessert.

  • Dualband-WLAN gewährleistet stabile Geschwindigkeiten sowohl unter Windows als auch unter Linux, wobei die meisten Chipsätze vom Kernel moderner Distributionen automatisch erkannt werden.


🕹️ Gaming und Emulation

Mit Intel HD Graphics 500 ist der BMAX B1 Plus nicht für Spiele ausgelegt. Er kann Emulatoren sehr alter Retro-Systeme (NES, SNES, Game Boy und einige Mega Drive-Modelle) flüssig ausführen, ist aber für PS1/N64 nicht ausreichend und für neuere Systeme wie PS2 oder GameCube, die deutlich mehr CPU-/GPU-Leistung benötigen, als dieser Einsteigerchip bietet, völlig ungeeignet.

Sein eigentlicher Zweck ist nicht das Spielen, sondern die Effizienz als Heimserver oder leiser HTPC.


❓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Verbessert die Installation von Linux die Leistung tatsächlich so stark?
Ja, insbesondere weil dadurch Arbeitsspeicher freigegeben wird, den Windows im Hintergrund belegt, und die langsamen E/A-Operationen des eMMC vermieden werden, wenn das System in einem der M.2-Steckplätze installiert wird. Bei nur 6 GB verfügbarem Arbeitsspeicher macht jedes zusätzliche Gigabyte einen deutlichen Unterschied in der Gesamtleistung.

Hat es einen oder zwei M.2-Steckplätze?
Das hängt von der Revision ab. Die aktuellste Version (Celeron J3355, 128 GB eMMC), die hier getestet wurde, verfügt über zwei M.2-2280-Steckplätze (1x SATA + 1x NVMe), wie im offiziellen Handbuch und vom Hersteller bestätigt wird. Eine ältere Revision mit Celeron N3350 und 64 GB eMMC hatte nur einen SATA-Steckplatz.

Lohnt sich der Einbau einer NVMe-SSD anstelle einer SATA-Festplatte?
Nicht wirklich. Der NVMe-Steckplatz unterstützt nur PCIe 2.0, daher ist der tatsächliche Geschwindigkeitsunterschied zu einer SATA-Festplatte geringer als erwartet. Für die Installation von Linux ist eine hochwertige SATA-SSD ausreichend und kostengünstiger.

Welche Linux-Distribution empfehlen Sie für diesen Mini-PC?
Lubuntu oder Linux Lite sind aufgrund ihres geringen Ressourcenverbrauchs und der von der Community bestätigten guten Hardwarekompatibilität die besten Optionen.

Kann ich Windows behalten und Linux hinzufügen, ohne meine Daten zu verlieren?
Ja. Da Windows auf dem fest verlöteten eMMC-Chip installiert ist und die M.2-Steckplätze ab Werk frei sind, können Sie eine neue SSD (SATA oder NVMe) einbauen und Linux darauf installieren, ohne Ihre bestehende Installation zu beeinträchtigen.

Kann ich den Arbeitsspeicher aufrüsten?
Nein, die 6 GB LPDDR3 sind auf dem Motherboard verlötet und können unter keinen Umständen aufgerüstet werden.

Funktioniert es als Heimserver für den 24/7-Betrieb?
Ja, das ist eine seiner besten Einsatzmöglichkeiten: sehr geringer Stromverbrauch, ein leiser Lüfter und genügend Leistung für Home Assistant, Pi-hole oder einen leichten Dateiserver, außerdem verfügt es über Wake-on-LAN für die Fernverwaltung.


🏁 Abschließendes Fazit

Der BMAX B1 Plus (Revision J3355/128 GB) ist eine gute Wahl, wenn Sie einen möglichst günstigen Mini-PC für einfache Aufgaben, einen HTPC oder einen Heimserver suchen und die beiden M.2-Steckplätze nutzen möchten, um eine SSD einzubauen und Linux zu installieren. So holen Sie das Maximum aus der ansonsten eher begrenzten Hardware heraus. Mit dem vorinstallierten Windows 11 läuft er zufriedenstellend, doch die Einschränkungen von 6 GB fest verbautem RAM und dem langsamen eMMC-Speicher sind spürbar. Mit einer zusätzlichen SSD und Lubuntu oder Linux Lite fühlt sich derselbe Rechner deutlich schneller und reaktionsfreudiger an.

Wenn Ihr Budget etwas mehr hergibt, bietet ein Mini-PC mit Intel N100 (wie der GMKtec G3 Plus oder der Beelink Mini S12 Pro) echte NVMe-Geschwindigkeit direkt nach dem Auspacken und ist zukunftssicherer, ohne den Preis wesentlich zu erhöhen. Für alle, die lediglich im Internet surfen, 4K-Videos streamen oder einen leisen Heimserver betreiben möchten, ist der B1 Plus mit Speichererweiterung und vorinstalliertem Linux in puncto Preis-Leistung kaum zu schlagen.


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